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1972 wird auf Initiative der Jungdemokraten und der F.D.P. der Liberale Hochschulverband (lhv) gegründet, der 1974 von der F.D.P. als offizielle Hochschulorganisation anerkannt wird. Dieser entwickelt sich gemeinsam mit den Jungdemokraten nach links und von der F.D.P. weg. Zahlreiche ASten (Allgemeine Studentenausschüsse) stellt der lhv gemeinsam mit dem Marxistischen Studentenbund (MSB) Spartakus. Aus diesem Grund kandidieren viele junge F.D.P.-Mitglieder auf Listen des Ringes Christlich- Demokratischer Studenten (RCDS) oder auf unabhängigen Listen, die sich auch zu unabhängigen Gruppen bilden und 1968 die "Deutsche Studenten Union" gründen.

Der Sozialliberale Hochschulverband SLH

Die Deutsche Studenten Union benennt sich 1969 in "Sozialliberaler Hochschulverband" (SLH) um. Der SLH hat im Gegensatz zum lhv einen gemäßigt reformerischen Ansatz und füllt die Lücke zwischen RCDS und Juso-Hochschulgruppen. "Je ein Viertel (der Mitglieder) sind entweder in der F.D.P. oder der SPD aktiv." Der SLH versucht 1974 die Anerkennung des lhv durch die F.D.P. zu verhindern, scheitert jedoch an den damals noch einflußreichen Jungdemokraten. Deshalb wird der SLH zur Alternative für junge F.D.P.-Mitglieder, die sich nicht den Jungdemokraten anschließen wollen, so daß sich unter den Gründungsmitgliedern der Jungen Liberalen viele Mitglieder des SLH befinden.

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen

LHG Ende 1987 findet unter der Federführung des SLH und der Jungen Liberalen ein bundesweiter Zusammenschluß von SLH, Liberale Studenten Initiative (LSI) in Nordrhein-Westfalen und den bayerischen Juli-Hochschulgruppen zum "Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen, LHG" statt. "Während der SLH die Parteiunabhängigkeit in Namen und Satzung verankert sehen möchte, setzen die bayerischen Juli-Hochschulgruppen auf explizit formulierte Nähe zur F.D.P. und Jungen Liberalen. Schließlich einigt man sich darauf, dass die F.D.P. nur als "parlamentarischer Ansprechpartner" gelten soll. Die Mitgliedschaft von SPD-Mitgliedern, die dem SLH entstammen, wird nun zum Problem. Als die Bundesgründungsversammlung beschließt, solchen Personen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen, ziehen die bayerischen Gruppen mit Ausnahme der Augsburger und des Münchner SLH aus. Der Münchner SLH versucht trotzdem einen Landesverband der LHG in Bayern zu gründen, scheitert jedoch an einigen Juli-Hochschulgruppen, die zu einer Zusammenarbeit nicht bereit sind.


Bayern
In Bayern ist der SLH insbesondere in München aktiv. Aus der Münchner Gruppe sind deshalb auch viele führende Junge Liberale, sogar Bundes- wie Landesvorsitzende, hervorgegangen.

Die Juli-Hochschulgruppen - Juli-HSG

1983 entsteht die erste "Hochschulgruppe der Jungen Liberalen" in München aufgrund der damaligen Linkslastigkeit des Münchner SLH. Wesentliches Motiv für die Gründung der JuLi-Hochschulgruppe war aber die Möglichkeit, durch die Wahlen an der Universität einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden und potentielle Mitglieder anzusprechen. Schon bald werden mit Unterstützung des Juli-Landesvorstandes weitere Gruppen in Bayern gegründet, die sich 1984 auf Landesebene zum "Landesverband Junger Liberaler Hochschulgruppen" zusammenschließen. Vorsitzender wird der stellvertretende Juli- Landesvorsitzende Stefan Frisch, der den Verband zu einem Zusammenschluss fast sämtlicher liberaler Studentengruppen in Bayern ausbautDer Münchner SLH schließt sich nach zähen Verhandlungen und aufgrund finanzieller Probleme trotzdem mit der Juli-Hochschulgruppe zur "LHG München" zusammen. Der bisherige SLH-Vorsitzende Axel Schmidt wird zum Vorsitzenden gewählt. De facto hat mit diesem Vorgang nur eine Auflösung der Münchner Juli-Hochschulgruppe und eine Umbenennung des SLH in LHG stattgefunden. Nach und nach treten die bayerischen Juli-Hochschulgruppen dem Bundesverband bei und benennen sich in LHG um.

1989 ändert der Landesverband der Juli-HSG unter ihrem Vorsitzenden Carl Dammermann schließlich seinen Namen in "Liberale Hochschulgruppen (LHG) Bayern".

Anfang 1993 gibt es Liberale Hochschulgruppen in Bamberg, Bayreuth, Nürnberg, Passau, Augsburg und München. Die Liberalen Hochschulgruppen organisieren Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen etc.) an den Universitäten und versuchen über die Studentenvertretungen und Fachschaften hochschulpolitisch zu wirken. Dazu gehören Kandidaturen von LHG-Listen bei den Hochschulwahlen, bei denen zwischen 5 und 20 Prozent erzielt werden. Als einziger LHG-Landesverband und in der Tradition der Parteinähe der Juli-Hochschulgruppen, hat der bayerische Landesverband gewisse Satzungsrechte in der F.D.P., die den LHG Bayern fast mit den Jungen Liberalen gleichstellen.
Zeitweilig übernimmt Joachim Spatz, MdL den LHG-Landesvorsitz.

2007 wird der Liberale Campus München gegründet. Er soll zur Dachorganisation für alle elf Hochschulen in München werden. Zum ersten Vorsitzenden der Gruppe wird Stefan Hermanns gewählt.

2008 nimmt der Liberale Campus erstmals an den Hochschulwahlen Teil. Hierbei erziehlt er bei den Senatswahlen an der LMU von 9 Bewerbern das viertbeste Ergebnis. Der LCM erziehlt bei zahlreichen Fachschaften um die 10% und stellt Teilweise die einzige Wahlalternative zu den noch großen Hochschulgruppen.Zum ende des Jahres entschließt sich der Liberale Campus München auf Grund seiner Mitgliederstärke den Vorstand zu vergrößern. Nach der Jahreshauptversammlung zählen nunmehr zehn Studenten zum Vorstand. Zum Vorsitz wird erneut Stefan Hermanns gewählt.

2009 startet der LCM mit einem weiteren Mandat in das neue Jahr. Stefan Hermanns wird an seiner Hochschule zum Vorsitzenden desStudentischen Konvent gewählt. Damit übt der LCM mit Christoph Kuhm und Verena Jäger bereits drei Mandate aus.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18. Januar 2009 )